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CE DFDDZB » History » Revision 2

Revision 1 (limai, 06/19/2009 01:40 PM) → Revision 2/3 (sontje, 07/01/2009 07:51 PM)

h1. Der Frühling, der die Zelte brachte 

 So erwiesen sich die Reden der Anführer als nahezu gleichlautend zueinander und die gesamte Hominheit schien von dem Willen erfüllt zu sein, jene Länder, die sie für den Neubeginn auserwählt haben, zu verteidigen und ihren Griff um sie zu festigen. 

 Sogar nach zwei Generationen sitzt das Trauma des Großen Schwarms noch so tief den Homins in den Knochen, dass die Homins ohne zu zögern handelten, nachdem Kundschafter berichteten, dass ungewöhnliche Kitin in den Neuen Landen aufgetaucht seien, wie die Anführer es verkündeten. 

 Die Bedrohung stellte sich als harmloser als zunächst gedacht heraus, dennoch beschlossen die Anführer den Bau von Lagern quer über jene Lande, die ihre Völker vor über sechzig Jahren Jenas als neue Heimat auserkoren haben, um in Sicherheit vor den Kitins zu leben. Bald konnte man Mektoub-Karavanen durch die Neuen Lande ziehen sehen, angeführt von Patrioten, Vasallen, Bürgern und Initiaten, um die überall aus der Rinde wachsenden Militärlager mit Baumaterial zu versorgen. 

 Um diese Vorposten zu errichten, bedurfte es vieler helfender Hände, die die für den Bau und die Verteidiger notwendigen Rohmaterialien beschafften und die schweren Werkstücke auf den Rücken ihrer Mektoubs transportierten, die von den Handwerkern in den Städten gefertigt wurden. Und die Werkmeister waren bald äußerst gefragt, denn alle wollten sich am Bau der Vorposten beteiligen; Ihre Namen waren Abytheus Abygrian, der die Patrioten auf dem Fremdenbasar in Pyr erwartete, Anibro Listi, die die Fragen bei den Ställen von Pyr beantwortet, Ba'Darins Baksan am Eingang von Fairhaven zum Trödelmarkt und auch Ba-Ci Du, die die Zoraï an den Ställen von Zora finden können. 

 Anhang: [[CE_Reden_der_Anfuehrer|Aufzeichnung der Reden des Imperators, des Königs, der Gouverneurin und des Großen Weisen]] 

 _Erlan, Chronist_ 
 _in den Chroniken d'Erlan, 2. Zyklus 2547._ 


 Die Zeit verging, und trotz der Anstrengungen der Rohstoffsammler und der Lieferanten wuchsen die Militärlager nur langsam aus dem Boden. Sicherlich, Patrioten, Vasallen, Bürger und Initiaten arbeiteten hart, um die Baustellen so schnell wie möglich fertigzustellen, aber der Fortschritt bei manchen von ihnen war weit von den Vorstellungen der Ingenieure entfernt. Jene, die gegen die Kitins mit Schwert und Schild antraten kehrten jeden Tag bedeckt von Narben und Blessuren zurück und legten so beredtes Zeugnis darüber ab, dass die Kitin aus den Tiefen, so wenige sie auch waren, doch nicht einen Fuß breit auf der Rinde zurückweichen wollten. 

 Es gab einige bemerkenswerte Vorkommnisse, die die Arbeiten beschleunigten, als die Lager schon guten Fortschritt zeigten. Nach Verhandlungen zwischen Imperator Dexton und dem Stamm der Rindengräber stimmten diese zu, ihre Erfahrungen mit den Baumeistern zu teilen, was einen sprunghaften Anstieg auf dem Weg zur Vollendung der Baustellen in der Brennenden Wüste verursachte. Die Trykerbaustellen erhielten unerwartete Hilfe vom Stamm der Lehmbildhauer. Überrascht sahen die Handwerker eine große Mektoub-Karawane die Baustellen erreichen, beladen mit    Werkstücken, die jeder der Baumeister wie einen Schatz hütete. Und bei den Baustellen der Verdorrenden Lande waren es ohne Zweifel die Kamis selbst, die mit ihren ungeheuren Kräften dem Volk der Masken halfen und es näher an die Vollendung ihrer Arbeit heranrückte. Im bewaldeten Herrschaftsgebiet von König Yrkanis machte sich der königliche Botaniker Perinia daran, neuartige Gewebe für die Zelte der Vorposten zu entwickeln, die die Arbeiten um ein Vielfaches beschleunigen sollten. 

 Alles schien also auf eine zügige Vollendung der Lager hinzuweisen, bis ein Unfall die Matis schwer traf. Von den vier Großwerkstätten, die die Baustellen versorgten, wurden zwei von schweren Explosionen verwüstet, ohne offensichtlichen Grund, aber mit gravierenden Folgen für die Pläne des Königs und die Arbeit seines Volkes. Voller Grimm wusste dieser, dass er der Verzweiflung und Enttäuschung seiner Vasallen begegnen musste, die in ihrer Arbeit trotz der Hilfe Perinias so sehr zurückgeworfen wurden, während die anderen Völker sich über einen beispiellosen Fortschritt freuten. 

 Freud und Leid lagen nahe beieinander, manche Episoden waren nur kurze Schübe in der Erbauung der Vorposten, andere hingegen verletzten den Stolz eines ganzen Volkes. Doch allen gemein ist, dass es vor allem die Hartnäckigkeit der Völker war, die die Baustellen vorantrieb und schließlich ermöglichte, dass sich im Herbst des 3. Zyklus 2547 immer mehr Zelte und Türme in den Himmel recken konnten. 


 _Erlan, Chronist_ 
 _in den Chroniken von Erlan, 3. Zyklus 2547_