Die Befreiung der Tryker

Erzählt von Derry O'Darren, Tryker-Chronist.

Aniro III, König der Matis, nutzte die Katastrophe, die sich im Norden abspielte, um die Fyros-Tryker-Allianz zu brechen. Er begann einen blitzschnellen Eroberungsfeldzug gegen die Seenlande und versklavte die Tryker, die diesen überlebt hatten, mit Leichtigkeit. Aber eine organisierte Rebellengruppe unter der Führung von Loria gelang es, zu entkommen und in die Tiefen von Atys zu fliehen.

Diese heldenhaften Tryker reisten quer durch die Urwurzeln und tatsächlich gelang es ihnen, die Ketten ihrer Mit-Tryker zu sprengen und sie jedweder Gefahr trotzend durch die Rinde von Atys zu führen. Gleichzeitig erkannte Fyros-Imperator Abylus der Gelehrte, dass ohne den Seenland-Aquädukt sein Imperium in sich zusammenbrechen würde und initiierte, trotz seines Greisenalters, massive Angriffe gegen die Matis-Front, in der Hoffnung, die Kontrolle über den durch Matis-Teritorrien bis zu den Seenländern führenden Aquädukt wiederzuerlangen. Die Streitkräfte der Matis wurden nun in einen totalen Krieg hingezogen und waren nicht imstande, den von der Gemeinschaft von Loria angeführten Aufstand niederzuschlagen, die mittlerweile ihr Volk zurück in die Seenlande geführt hatte. Loria teilte ihr Volk in Kampfzellen auf, jede von ihnen von einem Mitglied der Gemeinschaft geführt.

Das Ziel war es, wiederholte Attacken in schnellem Wechsel gegen die südliche Front auszuführen. Diese Taktik verursachte nicht nur zahlreiche Verluste beim Gegner, sondern erlaubte es auch den geschwächten Truppen der Fyros, sich im Norden und Westen zu sammeln. Aniro III beschloss unter dem vereinten Druck der Fyros und Tryker, sich auf seine Gebiete zurückzuziehen, bevor er diese auch noch einbüßen musste. Die Wasserstraße wurde erneut geöffnet. Nach den Erfahrungen in diesem Konflikt entwickelten die Tryker ab diesem Augenblick ihre neue Art des Kämpfens weiter, um für mögliche weitere Angriffe gewappnet zu sein.

Als gut zwei Generationen später eine Kitin-Invasion die Fyros-Bevölkerung in den Wüstenregionen dezimierte, nutzten dies die Matis aus, um ihre Aufmerksamkeit erneut gen Westen und Süden zu lenken. Doch sollten die Tryker nie die Kampfeslust der Matis zu spüren bekommen, denn eine viel größere Macht entwurzelte die Tryker und vertrieb sie aus den Alten Landen. Die Kitins strömten aus dem Norden heran und überranten die Matis-Territorien, fraßen sich durch die Matis-Bataillone und rieben sie von hinten auf. Nur wenig später erreichten sie auch die Seenlande der Tryker und tilgten jegliche Spur der Hominheit.

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