Wirell Aelan, ein ehrlicher Tryker

Wir befinden uns am Ort des Kamiheiligtums, der auf einer der Inseln nördlich des Freiheitssees gebaut wird. Doch wir haben einen alten Tryker getroffen, der ziemlich unzufrieden darüber scheint…

Guten Tag, wer sind Sie?
Wirell Aelan, wenn Sie es genau wissen wollen.

Um Gottes Willen, Sie scheinen ja nicht gerade gut gelaunt zu sein. Ist etwas nicht in Ordnung?
Es ist diese Baustelle da! Können die das nicht bei sich bauen? Sie könnten ihre verdammten Heiligtümer ja in den Zorai oder Fyros Gebieten errichten. Aber nein! Sie müssen sie genau dorthin bauen, wo ich ein bisschen Urlaub machen wollte!

Urlaub?
Ja, Urlaub! Wissen Sie, jeder Homin braucht ab und zu ein bisschen Zeit für sich. Es ist nicht weil wir Tryker gerne feiern, dass wir uns nicht auch mal ruhig in einer Ecke ausruhen wollen. Besonders in meinem Alter!

Ist es der Lärm, der Sie stört?
Wenn es nur der Lärm wäre! Natürlich stören die Tiefarbeiten, der Gesang der Handwerker und die Stimmen mich. Die lassen mir keine Ruhe! Die Tryker sind ja ein fröhliches Volk! Doch ich hatte mir diesen Strand ausgesucht, um etwas Zeit außerhalb des Tumults von Fairhaven zu verbringen. Ich wollte mich ausruhen, über mein Leben nachdenken und so und zwei Tage später tanzen alle diese Hirnis hier an. Und sie führen nicht nur Arbeiten durch, sondern reden auch noch die ganze Zeit über die Kamis!

Haben Sie ein Problem damit?
Ja wissen Sie, bin ja Tryker. Ich denke zwar nicht nur Gutes über die Kamis, weiß aber, dass nicht jeder so denkt wie ich. Was mich stört ist, dass sie ihr Heiligtum bauen. In der jetzigen Situation bringen sie die Leute ja nur durcheinander!
So als könnten die Tryker es gebrauchen, noch Mal von vorne mit der Diskussion anzufangen!
Wir können uns ja nicht mal auf eine gemeinsame Regierung einigen, Sie wissen mit der Föderation und so. Wenn wir uns jetzt auch noch Gedanken über die Religion machen müssen…

Glauben Sie an Jena?
In der Tat, ja. Ich fühle mich durch die Anwesenheit der Karavan sicher. Wenn sie da ist, weiß ich, dass etwaige Feinde uns nicht viel anhaben können. Auch wenn ich es bedaure, dass sie sich in diesen überflüssigen Krieg einmischt. Und mit ihren Altaren wird das Ganze auch nicht besser. Ich unterstütze die Karavan trotzdem, denn diesen Kamis da traue ich gar nicht. Finden Sie es nicht eigenartig, dass diese Viecher nur lauter Sachen von uns verlangen, uns aber nie helfen? Wo waren sie denn während der Kitin-Kriege? Jetzt tauchen sie aus dem Nichts auf, machen einen auf Kumpel und bei der ersten Schwierigkeit laufen sie weg und kommen erst wieder, wenn sie sicher sind, wer gewinnen wird. Das ist doch ein bisschen einfach, oder?
Klar, bei der Karavan weiß man auch nicht so genau wer sie ist und was sie will. Doch wenn sie sagt sie würde uns beschützen, dann hält sie sich auch daran. Ich vertraue ihr. Und unter uns: Die kleine Jena ist doch viel attraktiver als diese Pelzkugeln.

Stimmt das? Glauben Sie nur an Jena, weil sie attraktiver ist?
Mein Gott! Kein Grund, sich so aufzuregen! Ich sage das so, doch ich glaube wirklich an Jena. Ich ehre sie dafür, dass sie Atys erschaffen hat. Und wenn sie beschlossen hat, hier aufzutauchen, dann werden wir schnell wissen wo es lang geht. Wenn die Kamisten ihr schönes Angesicht sehen und merken, dass sie 10 Mal größer ist als sie selbst, dann stehen sie etwas dumm da mit ihrem Ma-Duk, den es überhaupt nicht gibt.
Und sie werden aufhören, Heiligtümer dorthin zu bauen, wo ehrliche Tryker Ruhe suchen!

Warum ruhen Sie sich nicht woanders aus?
Also so was! Wer ist denn hier am Ungeniertesten? Nein, wirklich! Und wo bleibt die Freiheit? Es scheint, sie seien frei ihr Heiligtum hier zu errichten, doch ich bin auch frei meine Ferien hier zu verbringen, wenn ich das will. In meinem Alter ist man stur! Ich bin jetzt hier und bleibe hier! Und ehrlich gesagt, es ist einer der seltenen Orte dieses scheiß Sees, an dem es ruhig ist und der noch nicht von diesen dämlichen Cloppers befallen ist. Und anstatt solche Bauten gut zu heißen, hätte dieser Wyler auch besser, die Seen ein für alle Mal zu säubern, damit man endlich herumlaufen kann, ohne jedes Mal ein Bein aufs Spiel zu setzen.

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