Kitinzangen, Hominbangen

Zu jener Zeit, da der Spätsommer des zweiten Zyklus die Früchte der Salina in den duftenden Matiswäldern zu voller Reife brachte, zeigte das Volk der Fyros erneut, wie gefährlich seine Neugier ist, und wie schnell sie die Vergangenheit vergessen.

Die Ranger meldeten zu jener Zeit das Erscheinen eines Kizarak, gewaltig und von einer Gefährlichkeit, die seinesgleichen suchte. Wie die Bewohner der Brennenden Wüste ihn so schnell entdecken konnten - das ist heute unmöglich zu sagen. Aber er lockte die Fyros an wie ein Feuer die Motten anlockt.

Ermutigt durch die Erfahrungen der Vergangenheit rüstete Daeronn Cegrips, Kitinexperte des Fyros-Imperiums, eine Expedition in die Tiefen der Urwurzeln aus, versammelte weitere Kämpfer vor dem Dämonenschoß um sich und metzelte sich mit weit ausholenden Schlägen scharfer Stavon-Schwerter und Cleven-Äxte durch die Kitinhorden. Nichts deutet in den Chroniken daraufhin, ob es ihnen gelang, die Bestie zu töten, aber die Folgen dieses Vorstoßes sind wohl bekannt.

Die Hominheit musste den Preis für dieses Eindringen zahlen, denn die Kitin, rasend vor Zorn, zögerten nicht mit ihrer Antwort. Der Boden selbst tat sich auf, die Kitin stiegen aus ihren verborgenen Nestern hervor und erinnerten auf schreckliche Weise jedwedes Leben daran, dass das Innere von Atys ihr alleiniges Reich sei.

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So fegten nun also die Folgen der erneuten Fahrlässigkeit der Fyros wie ein Sturm über die Neuen Lande. Getrieben von der panischen Angst, die unsagbaren Schrecken des Großen Schwarms könnten erneut über jedwedes Leben hereinbrechen, ließen die Anführer der Homins ihre Völker zusammenrufen*. In der Agora von Pyr, im Pavillon zu Yrkanis, auf dem Frogmore-Platz von Fairhaven, auf dem Fahnenplatz von Zora, überall strömten die Homins zusammen. Die Angst im Nacken, doch die Waffen in den Händen, waren sie fest dazu entschlossen, das bisher Erreichte nicht zwischen Kitinzangen enden zu lassen.

Erlan, Chronist
in den Chroniken von Erlan, 2. Zyklus 2546

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